Dr Who Filmmusik – Ein Pionier der Klänge

Die Titelmusik wurde 1963 vom BBC Radiophonic Workshop geschaffen, einer schlecht finanzierten Abteilung, die mit der Herstellung geisterhafter oder verrückter Soundeffekte für die Radio- und Fernsehprogramme der Beeb beauftragt war. Von diesem bescheidenen Auftrag aus erforschten sie die Randbereiche des Klangs und dehnten die Idee, was Musik sein könnte, aus. Jahrzehntelang von den Musikhistorikern ignoriert, hat sich der inzwischen nicht mehr existierende Workshop in den letzten Jahren den Ruf eines der Vorfahren von Electronica, Psychedelia, Ambient-Musik und Synth-Pop erworben.

Die Originalversion des Doctor-Whoe-Themas – es wurde ein paar Anpassungen vorgenommen – enthielt elektronische Oszillatoren, einige gezupfte Saiten und eine Menge technologischen Hokuspokus. Verschiedene Klänge wurden auf Magnetband aufgenommen, das dann geschnitten, gespleißt, durch Wiedergabegeräte gefädelt und auf andere Weise in etwas gezaubert wurde, was die damaligen Zuschauer noch nie zuvor gehört hatten. Das Thema ist repräsentativ für die Arbeit der Abteilung als Ganzes, die einem breiten Publikum Methoden nahe brachte, die einst ausschließlich der Hochmoderne der experimentellen Komposition vorbehalten waren. Viele der Kompositionen des Workshops z.B. schöpften aus dem musikalischen Beton – eine Art Vorläufer des Samplings, bei dem Aufnahmen von Alltagsgeräuschen zu einer seltsamen Art von Musik überredet werden.

The theme music was created in 1963 by the BBC Radiophonic Workshop, a poorly funded department tasked with producing ghostly or wacky sound effects for the Beeb’s radio and television programmes. From this modest brief, they explored the fringes of sound and stretched the idea of what music could be. Ignored for decades by music historians, the now defunct workshop has in recent years earned a reputation as one of the progenitors of electronica, psychedelia, ambient music and synth-pop.

The original version of the Doctor Who theme – a few adjustments were made – featured electronic oscillators, some plucked strings and a lot of technological mumbo-jumbo. Various sounds were recorded onto magnetic tape, which was then cut, spliced, threaded through playback equipment and otherwise conjured into something the audience at the time had never heard before. The theme is representative of the work of the department as a whole, bringing to a wide audience methods once reserved exclusively for the highbrow of experimental composition. Many of the compositions in the workshop, for example, drew from musical concrete – a kind of precursor to sampling, in which recordings of everyday sounds are coaxed into a strange kind of music.

 


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